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Kontaktloses Bezahlen mit PayPass von MasterCard

Kontaktloses Bezahlen mit PayPass von MasterCard

Im August überraschte Karstadt mit der Ankündigung, in allen Filialen kontaktloses Bezahlen von Visa einzuführen. Das führte in Branchenkreisen zu Stirnrunzeln. Hat der finanziell angeschlagene Warenhauskonzern, dessen Umsätze stetig fallen und dessen Häuser vielerorts kontinuierlich verfallen, keine anderen Sorgen? Und wie muss man sich das bitte vorstellen? Das Stammkundin Oma Else aus ihrem beigefarbenen Anorak ein brandneues Samsung Galaxy IV-Handy kramt und den eingebauten NFC-Chip elegant am Lesegerät vorbeizieht?

Doch auf den zweiten Blick ergibt diese Maßnahme durchaus einen Sinn. Schließlich ist sie die konsequente Fortführung der konzerninternen Strategie, den Kontakt zur Umwelt auf ein Minimum zu reduzieren. Bestes Beispiel ist die nahezu kontaktlose Beratung durch das Verkaufspersonal. Nach den zahllosen Entlassungsrunden braucht man schon detektivisches Gespür, um die wenigen verbliebenen Verkäufer auf den Flächen zu finden. Das ist insofern fatal, als deutschen Warenhausverkäufern – meist zu Unrecht – ehe nachgesagt wird, dass sie sich wie Kakerlaken verhalten, wenn das Licht angeht.

Und wenn die Medienberichte stimmen, wonach sich das Management trotz erwiesener Erfolglosigkeit in den vergangenen Jahren hohe Boni ausgezahlt hat, während die Mitarbeiter Lohnkürzungen hinnehmen mussten, dann kann man davon ausgehen, dass auch die Führung den Kontakt verloren hat, und zwar zur Basis.

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