Ich wollte meinen Ohren nicht trauen, als ich im Radio hörte, dass man metrologischen Hochs und Tiefs seinen Namen geben kann. Und: Es gibt Leute, die für diese „Partnerschaft“ 200 Euro bezahlen! Auch für wenig schmeichlerische Tiefs. Bei seltenen Vornamen mag das ja sinnvoll sein. Besser wären natürlich Vor- und Nachname. Aber: Hinter dem Orkantief Andrea können sich doch Millionen von stürmischen Hausfrauen verbergen. Noch größer dürfte die Zahl der Trittbrettfahrerinnen sein, die einfach behaupten, Namenspatronin des Wetterereignisses zu sein.

Was mich noch mehr verwundert: Warum ist die Werbeindustrie noch nicht auf die Idee gekommen, Hoch und Tiefs zu buchen? Denkbar wäre etwa das „Hoch Viagra“. Oder der neue Generalsekretär der Liberalen, Patrick Döring, der seine Partei gerade mit ungeschichten Äußerungen über seinen Vorgänger Christian Lindner und FDP-Chef Philipp Rösler durcheinanderwirbelt, könnte selbstironisch das Sturm- oder Dauertief FDP bestellen.

Damit wären die Selbstzerstörungskräfte der Bundesregierungspartei, die gerade selbstverschuldet aus der saarländischen Landesregierung geflogen ist, quasi amtlich. Außerdem würde die Partei endlich einmal Humor beweisen.
Foto: Wetter-foto.de

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