Der etwas andere Jahresausblick von Bert Rösch in der TextilWirtschaft 52/2012

Bei der Recherche zum Virtual Dressing probierte die TextilWirtschaft-Redaktion im Januar einen Körper-Scanner. Aufgrund eines Blitzeinschlags in das Gerät wurde eine Schülerpraktikantin 30 Jahre in die Zukunft transportiert. Sie brauchte ein Jahr, um in die Gegenwart zurückzukehren. In der Zeit hat sie natürlich fleißig alles notiert, was im Jahre 2032 in der Modebranche passiert ist. Eine Auswahl:

18. Januar 2032
Karl-Heinz Müller eröffnet in den Abfertigungshallen des stillgelegten Hauptstadt-Flughafens Willy Brandschutz die erste von sechs Bread & Butter-Messen des Jahres. Die Eröffnungsrede hält Wirtschaftsminister RöslerBot, der erste Politik-Androide Deutschlands, benannt nach dem ehemaligen Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler, der Anfang der Zehnerjahre von der Opposition gerne als „Sprachroboter“ verspottet wurde.

 20. Januar
Der russische Ministerpräsident Wladimir Putin löst turnusgemäß Dmitri Medwedew als Präsident ab. Bei der Inauguration trägt er einen Anzug des Labels Gazprom by Gucci.

5. Februar
In der texanischen Wüste öffnet das bislang größte Einkaufszentrum der Welt seine Pforten. Ankermieter aus dem Modebereich sind Ebay Fashion und Google Streetwear. Der Gebäudekomplex hat eine Verkaufsfläche von zwei Million Quadratmetern. Das entspricht 300 Fußballfeldern. Damit ist das Großprojekt – neben Fifa-Präsident Rainer Calmund – das einzige von Menschenhand geschaffene Werk, das vom Weltraum aus zu sehen ist. In der nächsten Baustufe soll ein internationaler Flughafen in die Mall integriert werden. Die Stromversorgung wird über einen eigenen Kernfusionsreaktor gewährleistet.

28. Februar
Der Modefilialist C & A stellt am Düsseldorfer Nordseestrand seine aktuelle Bademode-Kollektion vor.

29. März
Harald Glööckler präsentiert auf Deutschlands größtem Teleshopping-Kanal, dem ZDF, seine Couture-Kollektion für die Saison Frühjahr/Herbst.

20. April
Der schwedische Filialist H & M eröffnet in Pjöngjang seinen ersten nordkoreanischen Store. Die Gesamtzahl aller Filialen erhöht sich dadurch auf 22.000.

2. Mai
Rocket Internet-Chef Oliver Samwer startet in der Antarktis den zweihundertsten Ableger seines Online-Modeshops Zalando. Name: Icelando. Gleichzeitig vermeldet die Zalando-Holding in Berlin einen Rekordumsatz von 120 Milliarden an den chinesischen Yuan gekoppelte Nord-Euro (Neuro). Über das Ergebnis werden keine Angaben gemacht. Experten schätzen den Verlust auf mindestens 50 Milliarden Neuro. Dem Vernehmen nach ist nur die Konzerntochter Otto Group profitabel. Samwer muss sich trotzdem keine Sorgen machen. Schließlich hat er mit dem internationalen Konzern GaszpromEssoShell einen weiteren Großinvestor gewonnen.

28. Mai
Amazon erwirbt für 10 Billionen US-Yuan alle Markenrechte der USA, die künftig unter dem Namen United States of Amazon firmieren. Die regierende Militär-Junta unter Generalin Jenna Bush kann somit die Staatsverschuldung auf 300 Prozent des Bruttosozialprodukts senken. Daraufhin gibt Weltbank-Präsident Huang das lang versprochene Hilfspaket in Höhe von 400 Milliarden US-Yuan frei.

15. Juni
Die spanische Modemarke Desigual eröffnet in der Kathedrale Sagrada Familia Antoni Gaudi in Barcelona seinen bislang größten Flagship-Store.

2. August
Der Sportartikelkonzern NikeAdidasPuma (NAP) wird offizieller Ausrüster der Olympischen Winterspiele 2036 in Katar. Unterdessen weist IOC-Präsident Sepp Blatter Korruptionsvorwürfe strikt zurück. Katar habe sich aufgrund der eindeutig besseren Bewerbung gegen die bayerische Hauptstadt München durchgesetzt, die trotz des engagierten Einsatzes von Florinda Bogner zum fünften Mal mit ihrer Bewerbung gescheitert ist.

4. Oktober
Bundeskanzler Prof. h.c. (Hewlett-Packard Canon) Karl-Theodor usw. zu Guttenberg wird zum bestangezogenen Regierungschef der Welt gekürt. An der Umfrage der Electronic Ink-Zeitung Textile Business International nahmen weltweit drei Millionen Leser teil. Zara-Chef Santiago Fernandez kritisiert die Entscheidung, weil der Bundesvorsitzende der Piraten-Partei nur kopierte Zara-Anzüge trage.

20. November
Der Shopping-Center-Betreiber CentrO Management weiht pünktlich zum Weihnachtsgeschäft den voraussichtlich letzten Erweiterungsbau von Deutschlands größtem Einkaufszentrum CentrO ein. Damit ist die Integration von Oberhausen in das Shopping-Center abgeschlossen.

11. Dezember
Der Textil-Discounter-Konzern PrimarkTakkoKik wird offizieller Ausrüster des Orchesters der Hamburger Elbphilharmonie. Wann die Abendgarderobe erstmals öffentlich zu sehen ist, steht noch nicht fest. Die Eröffnung der Elbphilharmonie wurde auf den 8. Oktober 2033 verschoben. Experten bezweifeln aber, dass der Termin eingehalten wird.

Den kompletten Artikel finden Sie in der TextilWirtschaft 52/2012 oder auf der iPad App der TW

 

„Guckst Du eigentlich noch fern“, frage ich die neue Praktikantin, um die Medienberichte zu verifizieren, wonach sich die Digital Natives Bewegtbilder fast nur noch im Internet und so gut wie gar nicht mehr auf der guten alten Glotze ansehen. „Kaum“, antwortet die 21-Jährige. „Eigentlich nur Nachrichten und ‚Switch’.“ „Moment mal“, schießt es mir durch den Kopf. Wenn die junge Dame die Wahrheit sagt, dann kennt sie ja gar nicht Originalsendungen, die das „Switch“-Team regelmäßig aufs Korn nimmt. Somit assoziiert sie mit den Namen Günther Jauch, Sonya Kraus, Stefan Raab und Markus Lanz nur die überzeichneten Doppelgänger auf Pro Sieben.

Als alter Humanist kommt mir natürlich sofort das „Höhlengleichnis“ des griechischen Philosophen Platon in den Sinn. In der Geschichte sind mehrere Menschen von Kindheit an in einer Höhle eingeschlossen, wo sie nur Schattenbilder sehen können. In der Folge sind die Schatten für sie die wahre Welt. Obwohl ich ein Vielseher bin, ist es mir schon mehrfach passiert, dass ich erst die Parodie in „Switch“ und dann das Original gesehen habe. Und musste immer wieder erschrocken feststellen, dass die Fälschung verdammt nah am Original dran war.

Kopien sind teilweise besser als das Original

Okay, die Handlung ist in „Switch“ im Sinne einer Satire natürlich herrlich überzogen. Aber Gestik, Mimik und Sprache sind fast identisch. Nach Ansicht des Magazins „Der Spiegel“ sind die Kopien teilweise sogar besser als die echten Moderatoren. Zu Recht: Als vor einigen Monaten „Switch“-Comedian und Stefan-Raab-Imitator Max Giermann die Show „Stefan Raab“ anmoderierte (Foto), brauchten die Zuschauer mehrere Minuten um festzustellen, dass der echte Stefan Raab noch hinter der Bühne war. Und Stefan Raab selbst gibt zu, dass er sich manchmal dabei ertappt, wie er seinen Doppelgänger imitiert. Was ist da noch Realität, was Fiktion?

Aber vielleicht sollten wir nicht zu laut über dieses Problem nachdenken. Sonst kommen die anderen Fernsehsender womöglich auf die Idee, eigene TV-Parodie-Formate zu entwickeln. Mit dem perfiden Hintergedanken, Schauspieler auszubilden, die irgendwann besser sind als die Originale. So können diese schrittweise ersetzt werden und die Sender die Millionen-Gagen von Thomas Gottschalk & Co einsparen.

Den älteren Zuschauern mag diese Täuschung vielleicht auffallen. Aber spätestens nach dem nächsten Mittagsschlaf haben sie es wieder vergessen, zumindest das Stammpublikum von ARD und ZDF. Und die jungen Leute merken es erst gar nicht. Schließlich gucken sie nur Nachrichten sowie Switch & Co.

 

 

 

 

 

Ist Grau das neue Blond?

Zwölf Uhr Mittag: Zwei Dutzend Teens und Twens stehen im Restaurant einer großen deutschen Warenhauskette für den berühmten Senioren-Teller Schlange. Sie tragen beigefarbene und graue Windjacken. Darunter wahlweise bunt bestickte Blusen und Falteneröcke oder schwarze Strickjacken – so wie ihr Idol Helmut Kohl bei den legendären Verhandlungen mit Michael Gorbatschow im Kaukasus.

Viele tragen Strümpfe in Sandalen. Ihre Haare sind wahlweise grau oder weiß gefärbt. Nach dem Essen liefern sich einige der jungen alten Herren spannende Rollatoren-Rennen. Erschöpft machen sie danach ihren wohlverdienten Mittagsschlaf. Am Nachmittag schauen sie Telenovas auf ARD und ZDF, ihren Lieblingssendern, neben den Shopping-Kanälen QVC und HSE24.

Aufstand der Alten?

Nein, das ist keine Neuverfilmung der ZDF-Dokumentation „2030 – Aufstand der Alten“, bei der aus Geldmangel junge Studenten die Generation 67 plus verkörpern. Es ist vielmehr das logische Ergebnis, wenn man die aktuellen modischen Entwicklungen zu Ende denkt und auf Deutschland überträgt. In Großbritannien färben sich neuerdings die Trendsetter, teilweise auch Filmstars und Models, die Haare grau oder weiß, sodass sie von weitem aussehen wie ihre Großeltern. „Graue Haare sind das neue Blond“, schreibt etwa das Frauenportal Brigitte.de.

Damit setzt sich der Trend fort, den Kleidungsgeschmack der älteren Generation zu übernehmen. Schon seit Jahren sind auf Fashion Shows Models zu sehen, die Socken in Sandalen tragen. Das war lange Zeit eine absolutes No Go in der Mode. Ebenfalls in vogue sind bereits Cardigans, Hosenträger, Fliegen sowie Flicken auf den Ärmeln.

Hoffnung für Renter-Paradies Karstadt

Sollte sich der Trend zur Altherren- und Altweibermode hierzulande weiter festsetzen, wäre das vielleicht die Rettung für die schlingernde Warenhauskette Karstadt, die offenbar wieder in finanziellen Schwierigkeiten steckt. Schließlich will das Unternehmen seine Rechnung künftig einen Monat später bezahlen als sonst, was die meisten Lieferanten gar nicht witzig finden. Zusätzlich herrscht Medienberichten zufolge – abseits der frisch sanierten Vorzeige-Weltstadthäuser – ein großer Investitionsstau. Und wenn im Herbst der Sanierungstarifvertrag ausläuft, muss Karstadt 50 Millionen Euro mehr Löhne und Gehälter zahlen.

Sollten nun die jungen Leute das als Disney-Land der Rentner verschriene Warenhaus auf einmal hipp finden, könnten sich die Probleme binnen weniger Monate in Luft auflösen. Ob Karstadt-Chef Andrew Jennings das wohl weiß? Sollte er jedenfalls. Schließlich kommt er aus Großbritannien, dem Mutterland des „Aus alt mach cool“-Trends.

 

Mal Hand aufs Herz: Würden Sie Ihr Kind Aldi nennen? Oder Rewe? Oder gar Karstadt, damit Ihr Sprössling in ein paar Jahren nicht auf dem Schulhof abgezockt wird? Denn wer so heißt, vermittelt nicht gerade den Eindruck, dass er Geld oder Güter besitzt.

Diesen Verteidigungseffekt kann der Name des großen Karstadt-Konkurrenten Galeria Kaufhof nicht bieten. Trotzdem entschieden sich vor zehn Jahren zwei Leipziger Elternpaare dazu, ihre jeweiligen Töchter auf den Namen „Galeria“ zu taufen. Anlass war die Eröffnung einer Galeria-Kaufhof-Filiale am Leipziger Neumarkt. „Eltern, deren Kinder ebenfalls am 20. September 2011 das Licht der Welt erblickten, konnten sich melden und erhielten eine Überraschung, heißt es in der aktuellen Ausgabe des Mitarbeitermagazins der Warenhauskette. „Dem Aufruf folgten 14 Eltern, von denen zwei ihre Kinder sogar auf den Zweitnamen Galeria tauften.“

Die Galeria Kaufhof sei jetzt Patin der beiden Mädchen. Außerdem wird für die Namensträgerinnen und alle anderen am 20. September 2001 geborenen Kinder jedes Jahr eine Geburtstagsfeier ausgerichtet. Über die Ausgestaltung der Patenschaft und Geburtstagsfeiern möchte sich Galeria Kaufhof mit Hinweis die Privatsphäre der Kinder nicht äußern.

Mit Galeria zur Galeria Kaufhof am Neumarkt - Leipzigs Standesämter machen es möglich

Wir erinnern uns: Als in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts ein Elternpaar seinem Kind den Namen „Pumuckl“ geben wollte, reagierte das zuständige Standesamt so, wie es dessen Name vermuten lässt: Es weigerte sich standhaft. Pumuckls Vater (nein, nicht Meister Eder) musste erst vor Gericht ziehen, um seinen Willen durchzusetzen.

„Hast Du Karstadt gesehen?“

Den Namen seines Kindes zu vermarkten, ist dagegen offensichtlich erlaubt. Gut möglich, dass sich schon in ein paar Jahren auf deutschen Schulhöfen Gespräche wie dieses entwickeln: „Hast Du Karstadt gesehen? Ne, der ist gerade mit Lidl bei Aldi. Danach wollen sie noch zu Ikea.“ „Wer ist denn Ikea? Ist die neu auf der Schule?“ „Nein! Die gehen zum Einrichtungshaus Ikea! Wer das meistgedruckte Buch der Welt, den Ikea-Katalog, herausbringt, muss sich keine Vornamen sponsern. Außerdem benennen viele Ikea-Kunden ihre Kinder nach den Möbeln auf denen sie ihren Nachwuchs gezeugt haben. Das ist Werbung genug!“

Ein kleiner Trost für Frauke Galeria und Vivian Galeria: Es hätte auch schlimmer kommen können. Laut den Websites Rankoholics.de und Haus-der-Namen.de sind folgende Mädchennamen erstaunlicherweise zulässig: Bavaria, Momo, Pepsi-Carola, Rapunzel, Windsbraut, Blücherine, Gneisenauette und Katzbachine. Männliche Babys dürfen Namen tragen wie Leonardo da Vinci Franz, Rasputin, Samandu, Timpe, Winnetou, Napoleon, Solarfried und Waterloo.

Nicht erlaubt sind hingegen Borussia (Begründung: Assoziation zu Fußballvereinen), Che (Idolname), Jan-Marius-Severin (mehr als Bindestrich ist nicht zulässig), Moewe (Tiername mit negativen Assoziationen), Najvajo (indianische Stammesbezeichnung), Tom Tom (unzulässige Namensverdoppelung) und Woodstock (Orts- und Idolname). Das eng die Auswahl natürlich stark ein.

Ein Name sollte sich künftig von selbst verbieten: Kevin. Er wurde von Unterschichten-Familien in den vergangenen Jahrzehnten derart inflationär genutzt, dass man ihn heute automatisch mit einem Problemkind assoziiert. „Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose“, sagte der Fernseh-Privatdedektiv Wilsberg am Samstag in der gleichnamigen ZDF-Serie treffend.

 
Nach dem Sturz von Thomas Gottschalk: Wer regiert jetzt eigentlich die ZDF-Unterhaltung bis zu den ersten freien Moderatorenwahlen im deutschen Fernsehen? Das Militär unter der Führung von Karl Theodor Xerox Canon zu Guttenberg, seines Zeichens Träger des Ordens Wider den tierischen Ernst? Das mit der Moderatorenwahl ist übrigens kein Scherz. Das ZDF erwägt wirklich eine Art Casting-Wettbewerb:
http://www.digitalfernsehen.de/ZDF-Gottschalk-Nachfolger-per-Casting-Show.50127.0.html
 

Januar 2010

Zugegeben: Nicht alles, was auf Medienkongressen erzählt wird, stellt sich im Nachhinein als richtig heraus. Doch in der Regel sind die Aussagen oder Prognosen so geschickt gewählt oder formuliert, dass sie eine Halbwertzeit von mehreren Monaten haben. Nicht so beim 2. Deutschen Medienkongress von HORIZONT am 19. und 20. Januar in Frankfurt. Dort überdauerte eine Kernaussage eines so genannten Impulsreferats nicht einmal die darauf folgende Pause.

Aber der Reihe nach: Der Chef eines Radiodienstleisters will anhand zweier plastischer Beispiele die Inflation der Medienkanäle illustrieren: „Wie viele verschiedene Kaffees gab es vor 40 Jahren?“, fragt er in die Runde. „Richtig: EINEN, und nur EINE Größe.“ Heute seien es dank amerikanischer Großketten über hundert. Das Gleiche passierte im Fernsehbereich, in dem aus einst zwei Sendern (ARD und ZDF) mehrere Hundert geworden sind.

Vergleichbares sei bei den Werbekanälen geschehen, die vor ein paar Jahrzenten nur aus Zeitungen und Zeitschriften sowie dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen bestanden hätten. Inzwischen gebe es Dutzende von Kanälen: vom Privatfernsehen über Handy bis hin zu verschiedenen Social-Media-Kanälen wie YouTube, Twitter und Facebook.

So weit, so gut. Die Fernseh-These kann ich als bekennender TV-Junkie nur bestätigen, ebenso die Aussagen über die Inflation der Werbekanäle – wozu bin ich schließlich seit fast neun Jahren Medien- und Marketingredakteur?

Doch wie sieht es beim Thema Kaffee aus? Ich mache in der nächsten Pause die Probe aufs Exempel und fange ganz bescheiden an: Ich bestelle weder einen „Strawberries & Cream Frappuccino® Blended Cream“, noch einen „Sumatra Lake Toba“, sondern ganz simpel einen Capuccino. „Hamwa nicht“, heißt es auf der anderen Seite der Theke. „Wir haben nur Kaffee!“, sagt die Bedienung. „Okay, haben Sie wenigstens einen großen Kaffee?“, frage ich, um dem Kellner und dem Referenten eine zweite Chance zu geben. „Nein! Nur DIESE Tassen!“, sagt er und zeigt dabei auf ganz gewöhnliche weiße Tassen.

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