Kategorie: Verschiedenes
Selbstgeschriebene Witze
Donald Trump wollte Dänemark ein großes „Stück Eis“ abkaufen. Wenn ihm das gelungen wäre, hätte er vermutlich auch ein Angebot für ein Stück Eis in Russland gemacht. Schließlich kauft er Putin sonst auch alles ab. Vor allem, wenn es um die Ukraine geht.
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär will an einer der nächsten Mondmissionen teilnehmen. Eine CSU-Ministerin auf den Mond schießen? Warum ist man auf diese Idee nicht schon viel früher gekommen? Vor allem während der Amtszeit von Andi Scheuer!
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär will an einer der nächsten Mondmissionen teilnehmen. Eine Bayerin auf dem Mond? Das klingt ja wie eine neue Vorabendserie auf Sat.1.
Bundesforschungsministerin Dorothee Bär glaubt allen Ernstes, dass man sie auf eine Mondmission mitnehmen würde. Was kommt als nächstes? Dass sie glaubt, dass zwei Sternzeichen nach ihr benannt wurden?
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Bert Rösch – Die Story
Aufgewachsen bin ich in Bremen, aber geboren bin ich als Witzeerzähler. Eine Kollegin sagte mal, dass 40 Prozent meines Gehirns für Witze reserviert seien. Das ist natürlich glatt gelogen. Es sind mindestens 60 Prozent!
Und das Schöne ist: Ich kann die Witze und Sprüche tagtäglich testen, da ich ständig neue Kollegen bekomme. Am besten sind Praktikanten. Zum einen, weil sie die Witze garantiert noch nicht von mir gehört haben. Zum anderen, weil sie in der Regel noch nicht geboren waren, als meine Witze erfunden wurden. Überhaupt besteht der große Vorteil meiner Witze darin, dass sie nicht alt werden können. Weil sie schon alt sind! Haha!
Vermutlich wurde mir der Schalk in die Wiege gelegt, als meine Eltern entschieden, mich Bert zu nennen. Da musste ich zwangsweise ein großes Maß an Selbstironie entwickeln! Ich muss meine Eltern aber in Schutz nehmen. Sie wussten nicht, was sie taten. Denn als ich auf die Welt kam, gab es die Sesamstraße noch nicht in Deutschland. Sie feierte erst drei Jahre später, 1973, ihre Deutschlandpremiere. Das heißt: Ich war zuerst da! Meine Eltern dachten beim Namen Bert noch an Bert Brecht und nicht an Bert aus der Sesamstraße.
Naja, so wirklich gelitten habe ich unter dem Namen – offen gestanden – nur während der Kindergarten- und der Bundeswehr-Zeit. Davor, dazwischen und danach sind meine Mitmenschen mit meinem Namen mehr oder weniger reif umgegangen. Trotzdem bekomme ich die Frage „Wo hast Du Ernie gelassen?“ einfach nicht aus meinem Kopf.
Inzwischen gehe ich offensiv mit der Ungnade meiner Geburt um: Immer wenn Freunde oder Verwandte Nachwuchs bekommen, erhalten diese Ernie- und Bert-Puppen geschenkt. So lernen sie sehr früh meinen Namen und freuen sich immer unbändig, wenn sie mich – nach der Beförderung zum Kleinkind (ab einem Jahr) und dem Erlangen des Sprachvermögens – das erste Mal sehen. „Du bist Bert?!“, fragen sie stets ungläubig.
Einmal rief ich eine Freundin an. Ihr Freund war am Telefon und rief laut: „Uta! Bert ist am Telefon!“ Ihr Sohn konnte es gar nicht fassen. „Was? Bert ist am Telefon?“ Und wollte mich natürlich unbedingt sprechen. Und ein Kollege erntete großes Erstaunen, als er seinem Sohn erzählte, dass er am nächsten Tag mit Bert nach Düsseldorf fahren würde. Natürlich wurde der Spross für seine Begeisterung mit einem Stoff-Bert belohnt.
Ein weiteres Kuriosum meines Lebens ist, dass ich – obwohl ich Geschichte und Politik studiert habe – als Moderedakteur arbeite. Ich tröste mich damit, dass bestimmt gerade vor dem Weißen Haus ein Reporter steht, der eigentlich unbedingt Modejournalist werden wollte. Schließlich muss das Universum immer ausgeglichen sein.
Zudem ist das Leben in der Modewelt für jemanden wie mich stets ein reicher Fundus an Kuriositäten:
Als mein Wechsel von der Marketingfachzeitung HORIZONT zum B-to-B-Titel TextilWirtschaft feststand, luden mich drei künftige Kolleginnen zum Essen ein. Von dem Erlebnis erzählte ich sofort stolz einer Kollegin der Marketing-Fachzeitung Horizont. Doch anstatt etwas zu sagen wie „Super! Erzähl doch mal! Sind die nett?“ erntete ich ungläubiges Staunen: „Was?! Die haben was gegessen?! Ich dachte immer, die drücken sich nur an der Salatbar ’rum.“
Und als ich nach dem Wechsel einer neuen Kollegin erzählte, dass ich gerade eine Diät mache, klagte sie leicht genervt: „Ach, irgendwie macht hier jeder immer mehr oder weniger eine Diät.“ Ich selbst mache übrigens gleich zwei Diäten. Schließlich wird man von einer allein nicht satt. Und mein Lieblingssport zum Abnehmen ist Gewichtheben. Immer, wenn ich aufstehe …
Ein großes Problem beim Witze-Sourcing bekam ich kürzlich, als in Bangladesch eine Witzefabrik abbrannte. In der Folge muss ich mir ein anderes Billig-Hohn-Land suchen. Glücklicherweise ist mein Fundus an Gags bereits recht groß, sodass ich häufig zu hören bekomme, dass ich für jede Situation einen Spruch oder Witz parat habe. Meine Antwort lautet dann: „Ich arbeite dran!“
Eine Auswahl findet sich in diesem Blog. Die Witze und Sprüche wurden erfolgreich unterirdisch getestet.
To be continued.
Alle Rechte dieser Story sind natürlich vorbehalten – einschließlich Übersetzung und Verfilmung.
Lies dazu auch: Bert Rösch – Die Story
Bert Rösch in der Presse
Bert Rösch im Radio
Der MDR hat den TW-Redakteur Bert Rösch zum Thema Retouren im Modehandel befragt. Den Beitrag können Sie sich hier anhören. In der ARD-Mediathek ist er nicht mehr abrufbar, weil die Beiträge nur eine Woche lang bereitgestellt werden dürfen.
Griechen bei Schönheitsoperationen vorn
„Wo sind bloß die Euros hin? Wo sind sie geblieben?“, frage ich mich jedes Mal, wenn ich neue Hiobsbotschaften aus Griechenland höre oder lese. Die Zeitschrift „Wired“ hat eine Antwort parat: Die finanziell sonst so siechen Griechen stecken einen Großteil Ihres Einkommens in Schönheitsoperationen. Wie das Magazin für den aufgeklärten Nerd ermittelte, liegen die Hellenen in acht von 14 Schönheits-OP-Disziplinen vorn: Ohrenkorrektur, Facelift, Augenlid-Korrektur, Bruststraffung, Oberarmstraffung und Vaginalverjüngung. Das gleiche gilt für die unrühmlichste Verbesserung des äußeren Erscheinungsbilds: die Penisvergrößerung. Wir Deutschen sollten uns aber nicht zu früh freuen: Schließlich rangieren wir in dieser Kategorie auf dem fünften Platz. Platz zwei erfüllt dagegen alle Klischees: Dort liegen – oder besser gesagt – stehen die Italiener.
Auch Platz zwei im Gesamt-Ranking überrascht nicht wirklich: Dort finden sich die Brasilianer und Brasilianerinnen wieder, die für ihren Körperkult berühmt sind. Sie geben – in Relation zur Gesamtbevölkerung – am meisten für Kinnvergrößerung, Fettabsaugen und Gesäßvergrößerung (!) aus. Dazu kommen fünf zweite Plätze im Facelifting, der Brustvergrößerung, der Oberarmstraffung, der Vaginalverjüngung und der Oberschenkelstraffung.
Auf zwei Spitzenplätze kommen die Südkoreaner, und zwar bei Laser-Haar-Entferngungen und bei den Nasenkorrekturen, wo die meisten eigentlich die Griechen erwartet hätten. Sie tauchen hier erstaunlicherweise nicht in den Top Five auf. Offenbar haben sie sich mit ihren häufig überdimensionierten Gesichtserkern angefreundet.
Und was kostet der Spaß? Auch hierüber gibt „Wired“ bereitwillig Auskunft: Am teuersten sind Faceliftings mit 5526 Dollar. Es folgen Bauchstraffung mit 4150 sowie Brustvergrößerung (3450 Dollar), Nasenkorrektur (2609 Dollar) und Ohrenkorrekturen (2039 Dollar).
Quelle: Wired 02/12, Brey Graphic Arts
WLAN im Taxi: Die Polizei ist immer dabei

Frankfurt, 23 Uhr. Es hat sich leider mal wieder jemand vor die S-Bahn geworfen. Nichts geht mehr an der Station Hauptwache. Ich nehme kurzerhand ein Taxi und krame sofort mein iPhone heraus, um meine E-Mails zu checken. Sofort poppt ein Fenster mit den verfügbaren WLAN-Hotspots auf. Doch statt „Netgear“, „Alice“, „Telekom“ oder „Stefan online“ lese ich mit großem Erstaunen den WLAN-Namen „Polizei“! „Polizei?“, frage ich mich laut. „Wo ist denn hier eine Polizeistation?“ Ich sehe mich um und erkenne keine Polizeiwache. Der Taxifahrer hört mich und lacht laut. „Ne, ne, das ist nicht die Polizei. Das ist das WLAN meines Taxis. Damit sich keiner einhackt, habe ich es einfach Polizei genannt.“ „Nicht schlecht“, denke ich anerkennend. Denn wer ist schon so blöd, sich illegal bei der Polizei einzuloggen, nur um etwas schneller im Internet zu surfen!
Während ich die irritierende WLAN-Erkennung ausschalte, legt der Taxifahrer nach: „Neulich hatte ich eine Frau im Taxi, und die war genauso erstaunt über den WLAN-Namen wie Sie. Und hat sich noch mehr gewundert, als sie merkte, dass der Name während der gesamten Fahrt auf dem Handy zu lesen war.“ „Vermutlich hat sie gedacht, sie wird von der Polizei verfolgt“, füge ich an.
„Hoffentlich war sie keine ausländische Touristin. Denn dann wären all die Bemühungen, das deutsche Image nach dem Krieg wieder aufzupolieren, vergebens gewesen. Zumindest bei dieser Frau und ihren Freunden und Bekannten, denen sich nach ihrer Rückkehr vom vermeintlichen Polizeistaat Deutschland erzählt. In dem die Polizei offenbar überall ist. Auch im Taxi.
Zurück in die Kindheit

Wir erinnern uns: Als wir noch nicht fähig oder willens waren, unsere Wünsche in Worten auszudrücken, bedienten wir uns der beliebten Fingerzeigmethode. Wir deuteten mit dem rechten Zeigefinger auf das Objekt der Begierde und stießen dabei Laute aus wie „Da da“ oder aber ein lang gezogenes „Ääääääääääääääääääääääh!“ Fortgeschrittene unter uns unterstrichen ihre Forderung mit einem lauten „Will haben!“, das den Eltern in der Regel wenig Entscheidungsspielraum bot. Jedenfalls dann, wenn sie ihre Zöglinge nicht vor den Blicken der andern Supermarktkunden öffentlich züchtigen wollten.
Erst im zarten Kindergartenalter waren wir in der Lage, in ähnlichen Situationen vollständige Bestellformeln auszusprechen, zum Beispiel „Ich hätte gerne 100 Gramm Mortadella“. Einen Kneifer oder Fußtritt der Erziehungsberechtigten später fügten wir noch rasch ein „Bitte, liebe Frau Fleischfachverkäuferin“ hinzu.
Neue Technik macht Höflichkeitsformeln obsolet
Das alles gehört der Vergangenheit an. Nicht nur, weil die sorglosen Kindheitstage ohne Existenzängste, trübe Rentenaussichten und „Deutschland sucht den Superstar“ unwiederbringlich vorbei sind. Sondern auch, weil wir erkennen müssen, dass die mühsam erlernten Höflichkeitsformeln am Supermarkt-Tresen inzwischen obsolet sind. Jedenfalls dann, wenn man bei der Kaufhauskette Globus einkauft. Der Schweizer Konzern hat nämlich ein Verfahren entwickelt, das den Kunden die Wünsche im wahrsten Sinne des Wortes von den Fingern abliest. Es ähnelt der Techik, die bereits bei Spielekonsolen wie „Wii“ und „X-Box“ im Einsatz ist. Dort können die TV-Sportler beispielsweise virtuelle Fußbälle per Körperbewegung ins Tor schießen.
